1333 wurde der Weiler Gries zum ersten Mal urkundlich genannt. „Gries" bedeutet soviel wie „Sand, Kiessand". Mit einer Lage von 520 m über dem Meeresspiegel ist der Ort ein ausgezeichneter Höhenluftkurort.
1920 wird das Kurhaus „Wilhelmsruhe" auf dem Landgut des Dampfsägewerksbesitzers Wilhelm Herzog auf die Berghöhe von Gries gebaut. Es soll ein Aufenthaltsort für Erholungsbedürftige werden.
1923 wird „Wilhelmsruhe" vom Bezirksamt Kronach als Kurhaus,
1925 auch als Ausflugsgaststätte konzessioniert.
Es folgt eine fortschreitende Erschließung der Gegend für den Fremdenverkehr durch Wilhelm Herzog (Privatwegebauten, Fassung des Trebesbächleins in Halbrohren) 1932 sogar der Bau eines eigenen Schwimmbades („Karolinenbad") unterhalb des Kurhauses. Eine Schilderung der Kuranlage von 1935 spricht von einer „feierlichen Stille", die wie geschaffen ist zur Erholung, und dass das Kurhaus „Wilhelmsruhe" seiner Zeit in allen Belangen weit voraus ist.
1936 wird das Haus an die IG-Farben-Werke Frankfurt/Main verkauft. Diese nutzt es als Erholungsheim für ihre Arbeiter und Angestellten. Während des 2. Weltkriegs dient das Haus als Lazarett.
1945 wird es vom Landratsamt Kronach gepachtet als Genesungsstätte für tuberkulöse Kinder und Jugendliche aus der Region Oberfranken.
Am 1.1.1962 wird das Haus von der Diözese Bamberg erworben und als Kindererholungsheim genutzt.
1968 erfolgt der Bau der Kapelle.
Ab 1981 steht das Haus leer.
Im August 1984 wird das Haus vom Jesuitenpater Franz Jalics SJ als Exerzitienhaus von der Erzdiözese angemietet. Der Bistumsleitung ist sehr daran gelegen, das Haus für kirchliche Zwecke zu erhalten. Deshalb wird P. Jalics das voll ausgestattete Erholungsheim zu sehr günstigen Bedingungen angeboten. Das Konzept der Versorgung durch hauptsächlich ehrenamtliche MitarbeiterInnen und die Einnahmen aus den Kursen ermöglichen dem Haus die finanzielle Eigenständigkeit bezüglich der laufenden Kosten.
Am 1. Dezember 1984 wird das Haus unter der Trägerschaft der Deutschen Provinz der Jesuiten eröffnet.
Im Dezember 2004 übernimmt P. Bernhard Bürgler SJ die Leitung des Hauses.
Im September 2008 wurde P. Anton Altnöder SJ von seinem Provinzial die Aufgabe als Hausleiter übertragen. |